Literatur

Lesen. Wichtig und eines der Merkmale die uns vom Tier unterscheidet. Zwischen zwei Buchdeckel gepresstes Wissen von Jahrhunderten. Es gibt Bücher, die sind wichtig, die können Menschen verändern und hier ist eine Auswahl von Büchern, die meiner Meinung nachlesenswert sind. Bei einigen Büchern stellt sich mir die Frage, warum sie nicht längst Teil der Schulbildung sind?


Philip Kovce und Birger P. Priddat
Bedingungsloses Grundeinkommen – Grundlagentexte

„Ich will natürlich stets eine Gruppe geben, die das nichts tun vollziehen wird. Ist diese Gruppe numerisch klein, so fällt ihr Verhalten kaum ins Gewicht. Unter den Müßiggang befinden sich wahrscheinlich Künstler, Schriftsteller und Leute, die sich mit abstrakten intellektuellen Tätigkeiten beschäftigen – kurz, alle diejenigen, die die Gesellschaft verachtet, solange sie leben und ehrt, wenn sie tot sind für diese Menschen wäre die Möglichkeit ihre eigenen Interessen nachgehen zu können, ohne auf eine öffentliche Anerkennung ihres Nutzens Rücksicht nehmen zu müssen, von unschätzbarem wert. Wer beachtet, wie viel unsere Schriftsteller Privat Vermögen besaßen, erkennt leicht, wie viele Talent aus Gründen wirtschaftliche Ungleichheit oder Not unentfaltet geblieben sein müssen; denn es wäre absurd anzunehmen, dass die reichen von Natur aus besser mit kreativen Talenten ausgestattet sind als die Armen.“
Bertrand Russel „Wege zur Freiheit – Sozialismus, Anarchismus, Syndikalismus“ Arbeit und Lohn (Seite 241)

Über den Autor


Theodore John Kaczynski „Die industrielle Gesellschaft und ihre Zukunft“

“ 114. Wie in den Absätzen 65 – 67,70-73 erläutert, ist der moderne Mensch durch ein Netz von Regeln und Vorschriften festgeschnallt und sein Schicksal hängt von den Handlung der Person ab, fern von ihm sind, auf deren Entscheidung nicht einhalten kann. Dies ist kein Zufall oder eine Folge der Willkür arrogante Bürokraten. Es ist notwendig und unvermeidlich in jeder technologisch fortschrittlichen Gesellschaft. Das System MUSS menschliche Verhalten genau regulieren, um funktionieren zu können. Bei der Arbeit müssen die Menschen tun, was ihm gesagt wird, wenn sie dazu aufgefordert werden und auf die Weise, wie sie es tun sollen, sonst würde die Produktion ins Chaos stürzen. Bürokraten müssen nach starren Regeln geführt werden. Würden würde die Bürokraten auf niedrigerer Ebene einen wesentlichen persönlichen Ermessensspielraum erhalten, so würde dies das System stören und zu Ungerechtigkeiten führen, da die Bürokraten unterschiedliche Ermessensspielraum haben. Es ist wahr, dass einige Einschränkung unserer Freiheit beseitigt werden könnten, aber ALLGEMEIN GESAGT die Regulierung unseres Lebens durch Organisation ist notwendig für das Funktionieren der industriell-technologischen Gesellschaft. Sein Ergebnis ist ein Gefühl der Ohnmacht seitens der Durchschnittsperson. Es kann jedoch sein, dass formelle Vorschriften zunehmend durch psychologische Werkzeug ersetzt werden, die uns dazu bringen, das zu tun was das System von uns verlangt. (Propaganda, pädagogische Techniken, Programme für psychische Gesundheit, etc.“

Über den Autor


Michael Bohmeyer, Claudia Cornelsen „Was würdest du tun? – Wie uns das Bedingungslose Grundeinkommen verändert“

„Den Menschen das zu geben, was sie brauchen, ist so radikal simpel, dass wir uns fragen, wie es so weit kommen konnte, dass diese Idee als radikal gilt. Wir behaupten: Ohne ein Bedin-gungsloses Grundeinkommen, das den Menschen die Angst vor dem Abstieg nimmt, sind wir als Gesellschaft gar nicht in der Lage, die existenziellen Fragen unserer Zeit zu diskutieren. Das Bedingungslose Grundeinkommen ist ein Beschleuniger für die Verbesserung unserer Gesellschaft, weil es den Hebel nicht im Außen ansetzt, sondern im Kern der Menschen etwas verändert. Sobald ich erkenne, weiche Bedürfnisse und Gefühle das Bedingungslose Grundeinkommen in mir erschließt, bin ich in der Lage, mich für die Bedürfnisse der Mitmenschen zu öffnen. Erst so kann überhaupt ein neuer Gesellschaftsvertrag entstehen, der den Herausforderungen unserer Zeit gerecht wird.“

Webseite des Vereins „Mein Grundeinkommen


Anne Fleck „Ran an das Fett“

„Denn eines muss uns klar sein: Auch die Lebensmittelindustrie beeinflusst Empfehlungen und Leitlinien erheblich.  2014 bewies die Publikation einer investigativen Arbeit im renommierten British Medical Journal, dass Experten der öffentlichen Gesundheit von der Zuckerindustrie und damit verbundenen Unternehmen Forschungsbeihilfen, Beratungshonorare und andere Formen der Finanzierung erhalten hatten.(22) Das erklärt vermutlich manche zögerliche Tendenz. Es herrscht ein massiver Interessenkonflikt.“ 

Webseite von Anne FleckWebseite der Ernährungsdocs


Arno Gruen „Verrratene Liebe – Falsche Götter“

„Die wirkliche Lösungen haben etwas mit der Verteilung von Wirtschaftsgütern und Reichtum in der Welt zu tun. Die Lösungen werden aber nicht gefunden, solange die Menschen nicht den Zugang zu ihren einfühlsamen Formen der Wahrnehmung finden.“

Eintrag bei Wikipedia


Rutger Bregman „Utopien für Realisten

„ Wenn wir von Effizienz und Produktivität besessen sind, ist es schwierig, den wahren Wert der Bildung und der Gesundheitspflege zu erkennen. Daher sehen viele Politiker und Steuerzahlen nur die Kosten. Sie begreifen nicht, dass ein Land umso mehr für Lehrer und Ärzte ausgehen sollte, je reicher es wird. Anstatt den Anstieg der Kosten als Segen zu betrachten, sehen Sie eine Krankheit darin.„

Webseite des Autors


Erich Fromm „Den Menschen verstehen“

Zum derbsten Mal in seiner Geschichte vermag der Mensch jetzt wahrzunehmen, dass die Idee von der Einheit der menschlichen Rasse und der Eroberung der Natur im Dienste des Menschen nicht mehr länger ein Traum, sondern reale Möglichkeit ist. Hat er nicht allen Grund, darauf stolz zu sein und zu sich selbst und zur Zukunft der Menschheit Vertrauen zu haben?
Und doch fühlt sich der heutige Mensch unwohl und verunsichert. Er arbeitet und müht sich ab und verspürt doch ein Gefühl der Sinnlosigkeit bei all seinem Tun. Während seine Macht über die Materie immer größer wird, fühlt er sich in seinem individuellen Leben und in der Gesellschaft ohnmächtig.“

Erich Fromm online


Thomas Gordon „Familienkonferenz“

„In unserer Ausbildung lernen die Eltern, dass sie, wenn sie sich häufig durch zornige Du-Botschaften Luft machen, besser daran täten, sich einen Spiegel vorzuhalten und zu fragen: »Was geht in mir vor?« »Welche meiner Bedürfnisse sind durch das Verhalten meines Kindes bedroht? »Worin bestehen meine eigenen, primären Empfindungen?«„

Thomas Gordon bei Wikipedia


Paul Lafargue „Das Recht auf Faulheit“

„Arbeitet, arbeitet, Proletarier, um das Gesellschaftsvermögen und euer individuelles Elend zu vergrößern, arbeitet, arbeitet, damit ihr, wenn ihr ärmer werdet, noch mehr Gründe zum Arbeiten und zum Notleiden habt. Das ist das unerbitterliche Gesetz der kapitalistischen Produktion.
Dadurch, dass die Proletarier den trügerischen Reden der Ökonomen Gehör geschenkt und ihren Körper und ihre Seelen dem Laster der Arbeit ausgeliefert haben, stürzen sie die gesamte Gesellschaft in diese industriellen Krisen der Überproduktion, die den gesellschaftlichen Organismus erschüttern. Da es daher ein Überangebot an Waren und ein Mangel an Käufern gibt, schließen die Fabriken und der Hunger geißelt die Arbeiterbevölkerung mit seiner tsusendriemigen Peitsche.“

Paul Lafargue bei Wikipedia


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